Flying Piglets Blog

Auf bald – oink!

Hier kommt der vorläufig letzte Eintrag unseres aktuellen Projektes (grippebedingt mit dreiwöchiger Verspätung). Am Samstag 12. September 2015 – an einem der letzten strahlenden Sommertage – fanden sich zahlreiche Freunde, Bekannte und Interessierte auf Hof Narr ein. Es war für uns die Gelegenheit, allen Unterstützenden für ihre tatkräftige Hilfe zu danken und mit einer kleinen Lichtbildschau im Heubodenkino noch einmal von unserer Reise zu erzählen und Fragen zu beantworten. Der Tag bot allen zudem willkommene Gelegenheit, die zwei- und vierbeinigen BewohnerInnen auf Hof Narr aus nächster Nähe kennen zu lernen. Continue reading …

Chemiefabriken, Störche, ein AKW, Graureiher, Lamas, gefangene Sittiche und eine wiedergefundene Hündin

Seit Rotterdam wollen wir auf einem Lastkahn anheuern und uns ein Stück weit den Rhein hinauf mitnehmen lassen. Aber die Gelegenheit hat sich nie ergeben, weil man nur schwer an die Schiffe herankommt. Deshalb nutzen wir die allerletzte Gelegenheit und besteigen ein ganz gewöhnliches Passagierschiff, das uns etwa 20 Kilometer bis nach Rheinfelden mitnimmt, wobei wir zwei Schleusen (ein Spektakel für die PassagierInnen) und die Chemiewerke Schweizerhalle passieren. Continue reading …

Wir sind angekommen!

Die Landung ist geglückt: Wir sind nach fast haargenau 1’000 km beflügelten Radelns auf Hof Narr angekommen. Müde, verschwitzt und zufrieden! Über den letzten Reiseabschnitt berichten wir euch hier in Kürze.

Ein riesiges MERCI schon jetzt an alle, die uns auf dieser phantastischen Reise begleitet und unterstützt haben! Wir sehen uns am 12. September um 14.00 Uhr auf Hof Narr Continue reading …

Schau mal, ein Biber!

«Schau mal, ein Biber!» Und ein paar hundert Meter weiter dem Rhone-Rhein-Kanal entlang: «Da, schon wieder ein Biber!» Doch als wir einem weiteren, besonders unerschrockenen Biber begegnen, der direkt vor uns im Wasser verharrt, wird schnell klar: Das kann kein Biber sein. Der Schwanz passt nicht! Wir fahren weiter und begegnen in der Abenddämmerung gar einer ganzen Familie, die am Kanalufer grast und sich durch unsere Annäherungsversuche wenig stören lässt. Continue reading …

Gänseleberpasteten, ausgemusterte Transportkähne, eine (vermeintliche) Biberfamilie und plumpsende Äpfel in der Nacht

Strasbourg ist toll. Wir benehmen uns wie anständige TouristInnen, fragen überall nach veganem Essen und fotografieren in den Auslagen die Gänseleberpasteten und die Poulets, an denen noch die Köpfe dran sind. Hier gibt es den «Place du Marché aux Cochons de Lait», den «Ferikelmärik» (Ferkelmarkt), womit natürlich keine Flying Piglets gemeint sind. Trotz solchen Irritationen entfaltet die Stadt eine wunderbar entspannte und gleichzeitig anregende Atmosphäre, ein Ort zum leben. Continue reading …

Kühe ohne Kinder

Wenn man auf einer Weide Kühe mit ihren Kälbern und vielleicht sogar einen Bullen sieht, steht in aller Regel fest: Es sind sogenannte Fleischkühe. Sie sind gut beleibt, da man in ihrer Zucht über die Jahrzehnte auf «optimierte Fleischleistung» hingearbeitet hat.

Anders ist es auf einer Weide mit Milchkühen. Sie sind stets die Kinderlosen. Nicht dass sie keine Kälber hätten, sie bekommen sogar jedes Jahr eins, damit die Milchleistung maximal bleibt. Aber die Kinder werden ihnen bei der Geburt weggenommen, denn die Milch ist in erster Linie für den Menschen bestimmt. Aus menschlicher Sicht, versteht sich. Continue reading …

Tiere im Versuchslabor

Auf unserer Fahrt rheinaufwärts kommen wir auch am Chemiewerk Dormagen, dem ehemaligen Bayerwerk Dormagen vorbei, wo sich seit 1917 Chemiefabriken angesiedelt haben und wo heute auf einer Fläche von 360 Hektaren 10’500 Menschen in rund 60 Betrieben arbeiten. Wir denken augenblicklich an die Abertausenden von Versuchstieren, Hunde, Katzen, Affen, Ratten, Mäuse und weitere, die in den Versuchslabors der chemischen Industrie leiden. Continue reading …

Wie heisst dieser Vogel?

Seit unserer Abreise von Ambleside (siehe obiges Bild) im Lake District führen wir einen Vogel mit im Gepäck, den wir nun hervorholen – in (leicht) wehmütiger Erinnerung an die phantastischen Landschaften und die tollen Begegnungen mit Tieren und Menschen – und ihn euch als kleines Rätsel präsentieren möchten. Könnt ihr erraten, wie das begabte Tier mit Namen heisst? Wer es weiss möchte das liebend gern per Kommentar kundtun. Die ersten drei haben einen extra Schokomuffin am 12. September auf Hof Narr bei uns gut… ;-)! Continue reading …

Schiffe und nochmal Schiffe, Kanadagänse, Lorelei-Einerlei und eine Taubenrettung

Nach England und Holland fiel uns das veränderte Kommunikationsklima in Deutschland besonders auf. Wir sind seit Beginn unserer Reise im Lake District noch nie so vielen auf den ersten Blick mürrischen Menschen begegnet. Man gibt sich kurz angebunden und selten erwidert jemand ein Lächeln. Auf dem grossen Platz im Städtchen Rees kreuzt uns ein älteres Ehepaar, welches – auf die bepackten Velos anspielend – sich nach unserer Reise erkundigt. Beide haben die Schweiz schon bereist. Der Mann erinnert sich an eine Episode am Genfersee: Auf Schloss Chillon habe ein Amerikaner kopfschüttelnd erklärt, er verstehe nicht, warum man das schöne Schloss so nahe an die Autobahn gebaut habe… (kombiniere: da ist Humor). Continue reading …

Bahnhofstaube zieht um

Es stimmt: Zahlen waren noch nie mein Ding. Und so erklärt sich vielleicht auch die Tatsache, dass ich unsere Reisestrecke um gute 200 km unterschätzt habe. Als Folge steigen wir denn am letzten Sonntag in Koblenz samt Fahrrädern in den Zug. Als wir in Karlsruhe, unserem Tagesziel, ankommen, erblicken wir auf dem Bahnsteig als erstes eine Taube. Sie ist jung, hat noch etwas Flaum am Kopf und sitzt reglos auf einer Gittertreppe. Als ich mich ihr nähere und sie behutsam berühre, bewegt sie sich nicht vom Fleck. Ich nehme Abstand und warte, warte noch etwas länger. Aber weit und breit sind keine Elterntiere in Sicht. Kein Wunder so nah am Zug und bei all den eiligen Ein- und AusteigerInnen. Continue reading …

Frachter zeigt Flagge für Menschen- und Tierrechte

Auf unserem Weg nach Koblenz wimmelt es von Rheinschiffen. Einer der Frachter zeigt Flagge: Die Tibet-Fahne ist gemäss der deutschen Free-Tibet-Initiative ein Zeichen des friedlichen Protests gegen die Menschenrechtsverletzungen, die im Tibet begangen werden und gilt als Symbol für ein unabhängiges Tibet.

Der Kapitän scheint aber auch ein Gerechtigkeitsverständnis über die menschliche Spezies hinaus zu haben: Continue reading …

Tanz der Hengste

Nun ist aber wirklich Zeit für einen feel-good Blogeintrag! Diese Bilder wurden zwar noch in Holland aufgenommen, wir wollten sie aber trotzdem unbedingt noch mit euch teilen. Continue reading …

Tonnenweise Individuen

Sie sind omnipräsent, ob auf dem üppigen Buffet auf der Fähre nach Holland oder auf Märkten, Speisekarten und Supermarktauslagen entlang der Küste: Fische und die sogenannten Meeresfrüchte. In Fischereistatistiken spricht man von ihnen lediglich in Tonnen. Das einzelne Tier kommt dabei als Individuum nicht vor. Vielleicht rührt dies u.a. daher, dass uns das Element Wasser von ihnen trennt und sie uns dadurch andersartig erscheinen. Continue reading …

Geschlüpft um zu sterben

Christina Ledermann hat mit den Flying Piglets über die Vernichtung von männlichen Küken in der Eierindustrie gesprochen. Sie ist stellvertretende Vorsitzende und Pressereferentin bei der NGO Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner. Sie engagiert sich in ihrer Heimatstadt Düsseldorf auch aktiv im Rahmen des Stadttauben-Projekts. Continue reading …

Hochlandrinder, ein Polizeihund, spielende Hengste, Wildvögel und riesige Milchbetriebe

Nach der Ankunft im Hafen von Amsterdam fahren wir zwischen riesigen Sattelschleppern aus dem Bauch der Fähre, vorbei an Hallen, wo mit Fisch gehandelt wird. Später fliegen wir durch eine friedliche, teilweise bewaldete Dünenlandschaft. Unterwegs begegnen wir einer Gruppe von Hochlandrindern, die hier unbekümmert auf den Wegen spazieren und auf dem Grasland weiden. Am Horizont fegt der Westwind den Sand über die Dünen. Continue reading …

Arche Noah im EFH-Quartier

Auf dem Weg nach Den Haag, am Rande eines beschaulichen Einfamilienhausquartiers und eingeklemmt zwischen zwei rege befahrenen Strassen, offenbart sich uns ein an Noahs Arche mahnendes Bild: Auf einem Flecken Land mit kleinem Stall tummelt sich eine zusammengewürfelte Truppe Tiere. Von (fast) allen hat es ein Pärchen: Hühner, Pfauen, Gänse, Puten, Enten, Emus, Schafe, Ziegen, Alpakas und – ein Rind. Wir stehen am Zaun und bestaunen die friedliche Szenerie. Da taucht auch schon Noah auf und winkt uns zu sich und den Tieren herein. Wir nennen Noah im Folgenden Piet. Er wohnt in einem der Einfamilienhäuser auf der anderen Strassenseite. Continue reading …

Regenwurm gerettet!

Man braucht kein zoologisches Fachwissen um deutlich zu erkennen, dass auch Würmer oder Spinnen in Gefahr alles in ihrer Kraft stehende tun, um sich in Sicherheit zu bringen und ihr Leben zu schützen. Grund genug, meinen wir, sie wenn immer möglich in diesem Bestreben, in bewährt buddhistischer Manier, zu unterstützen. Wir können es nur weiterempfehlen!

Rosa Luxemburg sagt dazu: Continue reading …

Möve likes Baguette

Nach unseren ersten Schritten auf dem niederländischen Festland nahe Amsterdam, inspiziert eine Möve mit unverkennbaren Absichten ein Baguette, das auf meinem Velo festgeklemmt ist. Continue reading …

Hasen und Mohrhuhngebrabbel

Der restliche Teil unserer Fahrt auf der Coast-to-Coast-Route (C2C) führt uns vom Dörfchen Rookhope in den North Pennines steil hinauf zum Stanhope-Moor und den spärlichen Überresten der höchstgelegenen Bahnlinie des Vereinigten Königreichs, die von 1846 bis 1923 unter anderem Blei aus den Minen der Gegend zum Tyne River transportiert hat. Heute sind die Geleise entfernt und man kann auf dem leeren Kiestrassee phantastisch radeln.

Das Hochmoor ist eine Welt für sich, weit und mächtig. Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich das brabbelnde Geplapper und Gekicher der Moorhühner, die sich hier in den Erikastauden aufhalten und sich miteinander unterhalten. Continue reading …

Stiere, Schweine, Maulwürfe, Schafe, Hasen, Pferde und Hunde

Wir möchten Euch mit allzuviel RadlerInnenlatein verschonen, Euch aber trotzdem ein paar Eindrücke der vergangenen Tage geben.

Wir sind in Ambleside, am Nordende des Lake Windermere, gestartet und haben nach dem heftigsten Stück, dem Kirkstone-Pass, den Lake District Richtung Penrith verlassen.

Unterwegs bestaunen wir eine Herde junger, schwarz-weiss gefleckter Stiere. Nach ersten Annäherungen wird der eine zutraulich und saugt an Gabrielles Hand. Vermutlich werden die Tiere gemästet. Gegenüber steht der Wagenpark eines Tiertransportunternehmens… Continue reading …

Das kurze Leben der Schafe

Der Lake District ist eine atemberaubend schönen Berglandschaft mit hübschen Cottages und kilometerlangen Natursteinmauern, die das Land durchkreuzen und: Schafen. Abertausenden. Man kann hier stundenlang einen Berg hinaufsteigen und sich in einer völlig verlassenen Welt wähnen. Plötzlich taucht hinter einem Felsen eine Schafmutter mit ihren zwei Lämmern auf, erschrickt ebenso wie die Wandernde und bringt sich und ihre Kinder rasch in Sicherheit. Continue reading …

Im Land von Beatrix Potter und Shaun the Sheep

Es ist soweit, endlich können wir von Ambleside (Bild 2) Richtung Ostküste losfahren – mit einem Tag Verzögerung. Grund: Zunächst hatte ein Unverfrorener (eine Unverfrorene?) am helllichten Tag Gabrielles Velosattel und Vorderlampe entwendet. Im Kontext einer Grosstadt kaum der Rede wert, doch die örtliche Polizei hielt es für angezeigt, Inserat_klein_Webmit einer Meldung in der regionalen «Westmoreland Gazette» nach sachdienlichen Hinweisen zu forschen, um Sattel mitsamt Sattelrohr plus Lampe wieder habhaft zu werden. Offenbar gilt Veloteileklau hier im beschaulichen Lake District bereits als Akt entfesselter Barbarei. Auch Renés Rad wurde auf dem Transport von der Schweiz durch die britische Parcel Force arg geschunden (nomen est omen) und brauchte erst mal eine neue Gabel und paar weitere Kleinigkeiten… Continue reading …

Bald heben wir ab!

Wir freuen uns, wenn du uns auf unserer Fundraising-Veloreise von Nordengland zurück in die Schweiz begleitest. In der letzten Juliwoche gehts los. Ab dann findest du auf dem Blog der Flying Piglets während rund einem Monat Überraschendes, Atemberaubendes und Wissenswertes (so hoffen wir) für Hirn, Aug und Ohr – und nicht zuletzt fürs Gemüt. Mehr zur Idee findest du hier.

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