Flying Piglets Blog

Posts by René

Auf bald – oink!

Hier kommt der vorläufig letzte Eintrag unseres aktuellen Projektes (grippebedingt mit dreiwöchiger Verspätung). Am Samstag 12. September 2015 – an einem der letzten strahlenden Sommertage – fanden sich zahlreiche Freunde, Bekannte und Interessierte auf Hof Narr ein. Es war für uns die Gelegenheit, allen Unterstützenden für ihre tatkräftige Hilfe zu danken und mit einer kleinen Lichtbildschau im Heubodenkino noch einmal von unserer Reise zu erzählen und Fragen zu beantworten. Der Tag bot allen zudem willkommene Gelegenheit, die zwei- und vierbeinigen BewohnerInnen auf Hof Narr aus nächster Nähe kennen zu lernen. Continue reading …

Chemiefabriken, Störche, ein AKW, Graureiher, Lamas, gefangene Sittiche und eine wiedergefundene Hündin

Seit Rotterdam wollen wir auf einem Lastkahn anheuern und uns ein Stück weit den Rhein hinauf mitnehmen lassen. Aber die Gelegenheit hat sich nie ergeben, weil man nur schwer an die Schiffe herankommt. Deshalb nutzen wir die allerletzte Gelegenheit und besteigen ein ganz gewöhnliches Passagierschiff, das uns etwa 20 Kilometer bis nach Rheinfelden mitnimmt, wobei wir zwei Schleusen (ein Spektakel für die PassagierInnen) und die Chemiewerke Schweizerhalle passieren. Continue reading …

Gänseleberpasteten, ausgemusterte Transportkähne, eine (vermeintliche) Biberfamilie und plumpsende Äpfel in der Nacht

Strasbourg ist toll. Wir benehmen uns wie anständige TouristInnen, fragen überall nach veganem Essen und fotografieren in den Auslagen die Gänseleberpasteten und die Poulets, an denen noch die Köpfe dran sind. Hier gibt es den «Place du Marché aux Cochons de Lait», den «Ferikelmärik» (Ferkelmarkt), womit natürlich keine Flying Piglets gemeint sind. Trotz solchen Irritationen entfaltet die Stadt eine wunderbar entspannte und gleichzeitig anregende Atmosphäre, ein Ort zum leben. Continue reading …

Tiere im Versuchslabor

Auf unserer Fahrt rheinaufwärts kommen wir auch am Chemiewerk Dormagen, dem ehemaligen Bayerwerk Dormagen vorbei, wo sich seit 1917 Chemiefabriken angesiedelt haben und wo heute auf einer Fläche von 360 Hektaren 10’500 Menschen in rund 60 Betrieben arbeiten. Wir denken augenblicklich an die Abertausenden von Versuchstieren, Hunde, Katzen, Affen, Ratten, Mäuse und weitere, die in den Versuchslabors der chemischen Industrie leiden. Continue reading …

Wie heisst dieser Vogel?

Seit unserer Abreise von Ambleside (siehe obiges Bild) im Lake District führen wir einen Vogel mit im Gepäck, den wir nun hervorholen – in (leicht) wehmütiger Erinnerung an die phantastischen Landschaften und die tollen Begegnungen mit Tieren und Menschen – und ihn euch als kleines Rätsel präsentieren möchten. Könnt ihr erraten, wie das begabte Tier mit Namen heisst? Wer es weiss möchte das liebend gern per Kommentar kundtun. Die ersten drei haben einen extra Schokomuffin am 12. September auf Hof Narr bei uns gut… ;-)! Continue reading …

Schiffe und nochmal Schiffe, Kanadagänse, Lorelei-Einerlei und eine Taubenrettung

Nach England und Holland fiel uns das veränderte Kommunikationsklima in Deutschland besonders auf. Wir sind seit Beginn unserer Reise im Lake District noch nie so vielen auf den ersten Blick mürrischen Menschen begegnet. Man gibt sich kurz angebunden und selten erwidert jemand ein Lächeln. Auf dem grossen Platz im Städtchen Rees kreuzt uns ein älteres Ehepaar, welches – auf die bepackten Velos anspielend – sich nach unserer Reise erkundigt. Beide haben die Schweiz schon bereist. Der Mann erinnert sich an eine Episode am Genfersee: Auf Schloss Chillon habe ein Amerikaner kopfschüttelnd erklärt, er verstehe nicht, warum man das schöne Schloss so nahe an die Autobahn gebaut habe… (kombiniere: da ist Humor). Continue reading …

Hochlandrinder, ein Polizeihund, spielende Hengste, Wildvögel und riesige Milchbetriebe

Nach der Ankunft im Hafen von Amsterdam fahren wir zwischen riesigen Sattelschleppern aus dem Bauch der Fähre, vorbei an Hallen, wo mit Fisch gehandelt wird. Später fliegen wir durch eine friedliche, teilweise bewaldete Dünenlandschaft. Unterwegs begegnen wir einer Gruppe von Hochlandrindern, die hier unbekümmert auf den Wegen spazieren und auf dem Grasland weiden. Am Horizont fegt der Westwind den Sand über die Dünen. Continue reading …

Möve likes Baguette

Nach unseren ersten Schritten auf dem niederländischen Festland nahe Amsterdam, inspiziert eine Möve mit unverkennbaren Absichten ein Baguette, das auf meinem Velo festgeklemmt ist. Continue reading …

Hasen und Mohrhuhngebrabbel

Der restliche Teil unserer Fahrt auf der Coast-to-Coast-Route (C2C) führt uns vom Dörfchen Rookhope in den North Pennines steil hinauf zum Stanhope-Moor und den spärlichen Überresten der höchstgelegenen Bahnlinie des Vereinigten Königreichs, die von 1846 bis 1923 unter anderem Blei aus den Minen der Gegend zum Tyne River transportiert hat. Heute sind die Geleise entfernt und man kann auf dem leeren Kiestrassee phantastisch radeln.

Das Hochmoor ist eine Welt für sich, weit und mächtig. Zum ersten Mal in meinem Leben höre ich das brabbelnde Geplapper und Gekicher der Moorhühner, die sich hier in den Erikastauden aufhalten und sich miteinander unterhalten. Continue reading …

Stiere, Schweine, Maulwürfe, Schafe, Hasen, Pferde und Hunde

Wir möchten Euch mit allzuviel RadlerInnenlatein verschonen, Euch aber trotzdem ein paar Eindrücke der vergangenen Tage geben.

Wir sind in Ambleside, am Nordende des Lake Windermere, gestartet und haben nach dem heftigsten Stück, dem Kirkstone-Pass, den Lake District Richtung Penrith verlassen.

Unterwegs bestaunen wir eine Herde junger, schwarz-weiss gefleckter Stiere. Nach ersten Annäherungen wird der eine zutraulich und saugt an Gabrielles Hand. Vermutlich werden die Tiere gemästet. Gegenüber steht der Wagenpark eines Tiertransportunternehmens… Continue reading …

Im Land von Beatrix Potter und Shaun the Sheep

Es ist soweit, endlich können wir von Ambleside (Bild 2) Richtung Ostküste losfahren – mit einem Tag Verzögerung. Grund: Zunächst hatte ein Unverfrorener (eine Unverfrorene?) am helllichten Tag Gabrielles Velosattel und Vorderlampe entwendet. Im Kontext einer Grosstadt kaum der Rede wert, doch die örtliche Polizei hielt es für angezeigt, Inserat_klein_Webmit einer Meldung in der regionalen «Westmoreland Gazette» nach sachdienlichen Hinweisen zu forschen, um Sattel mitsamt Sattelrohr plus Lampe wieder habhaft zu werden. Offenbar gilt Veloteileklau hier im beschaulichen Lake District bereits als Akt entfesselter Barbarei. Auch Renés Rad wurde auf dem Transport von der Schweiz durch die britische Parcel Force arg geschunden (nomen est omen) und brauchte erst mal eine neue Gabel und paar weitere Kleinigkeiten… Continue reading …